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Die katholische Erwachsenenbildung Oberkail hat auch in diesem Jahr eine "Krippenfahrt" angeboten. Der mit 50 Teilnehmern vollbesetzte Bus führte uns am Sonntag, 15. Januar zu ausgewählten Krippen in verschiedenen Kirchen Kölns.

Begonnen wurde mit der Besichtigung der Krippe in der Kirche St. Maria Lyskirchen, die in der Zeit vom 1. Advent bis zum Lichtmesstag in verschiedenen Bildern an das Weihnachtsgeschehen heranführen. Bis zum 2. Februar erzählen die Krippenbilder von Weihnachten, dabei werden dann auch aktuelle Bezüge zum Zeitgeschehen aufgegriffen.

In der Minoritenkirche am Kolpingplatz finden wir eine Krippe mit bis zu einem Meter großen, mit Textilien bekleideten Holzfiguren. Der Stall, in dem das Jesuskind zur Welt kommt, steht in einer Landschaft aus blühenden Pflanzen.

Bekleidete Figuren aus Holz mit Wachsköpfen und -händen finden wir in der Kirche St. Maria in der Kupfergasse. Diese Krippe begeistert Jung und Alt durch den aufwendigen Aufbau: Zwischen den vielen bunten Blumen, Moos und Tannenbäumen plätschert ein Bach dahin und es lassen sich zahlreiche Vögel, Füchse, Igel, Eichhörnchen, Wiesel, Entenküken und eine Schildkröte entdecken. Ab dem Dreikönigstag auch ein riesiges Dromedar aus Plüsch.

In der Kirche St. Andreas finden wir zwei Krippen: zum einen die Krippe des Dominikaners Guttenbacher, in der sich seine Missionarszeit in China wiederspiegelt: Bei den Weisen aus dem Morgenland repräsentiert ein Chinese den asiatischen Kontinent. Außerdem zeigt ein kleiner Hirtenjunge asiatische Gesichtszüge.

Die zweite Krippe ist "Brauerkrippe". Hier kommen diejenigen als getöpferte Figuren zur Krippe, die vor 150 Jahren am Brauprozess beteiligt waren. Entsprechend bildet ein Bierfass die Krippe für das Kind.

Zum Abschluss konnte die Krippe des Doms besichtigt werden. Auch hier werden über die gesamte Advents und Weihnachtszeit die Bilder verändert. Hier finden sich Personen des alten Betlehems bis hin in unsere Zeit: z. B. ein FC Köln-Fan oder ein Straßenkehrer.
Begleitet wurde die Fahrt von Pfarrer Frank Werner, der alle Teilnehmer sehr fachkundig über die Krippen und Kirchen informiert hat. |